{"id":245,"date":"2023-08-21T13:42:13","date_gmt":"2023-08-21T11:42:13","guid":{"rendered":"https:\/\/zeitpunkte.stadtarchiv-innsbruck.at\/lebensgeschichte\/carl-lampert"},"modified":"2024-01-26T07:23:01","modified_gmt":"2024-01-26T06:23:01","slug":"carl-lampert","status":"publish","type":"lebensgeschichte","link":"https:\/\/www.zeitpunkte.at\/ls\/lebensgeschichte\/carl-lampert","title":{"rendered":"Carl Lampert"},"content":{"rendered":"<!DOCTYPE html PUBLIC \"-\/\/W3C\/\/DTD HTML 4.0 Transitional\/\/EN\" \"http:\/\/www.w3.org\/TR\/REC-html40\/loose.dtd\">\n<html><body><div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\"><div class=\"lazyblock-circle-1QsRQg wp-block-lazyblock-circle\"><div class=\"circle gold\">\n  f&uuml;r Carl Lampert<\/div><\/div>\n\n\n<p class=\"has-gold-color has-text-color\"><strong>Am 27. J&auml;nner 2024 wurde<br>dieser <em>Zeitpunkt<\/em> vor der Adresse <a href=\"https:\/\/zeitpunkte.stadtarchiv-innsbruck.at\/wp-admin\/post.php?post=104&amp;action=edit\"><\/a><a href=\"https:\/\/zeitpunkte.stadtarchiv-innsbruck.at\/wp-admin\/post.php?post=102&amp;action=edit\">Domplatz 4<\/a><\/strong> <strong>angebracht. Die Initiative daf&uuml;r ging von erinnern:at aus.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>geboren am 9. J&auml;nner 1894 in G&ouml;fis, Vorarlberg<br>gestorben am 13. November 1944 in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt, Deutschland<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kirchliche Laufbahn<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Carl Lampert wollte Priester werden. Deshalb besuchte er zur Zeit des 1. Weltkriegs das Priesterseminar in Brixen in S&uuml;dtirol. Im Mai 1918 weihte ihn F&uuml;rstbischof Franz Egger im Brixner Dom zum Priester. Danach ging es f&uuml;r Carl Lampert nach Vorarlberg. Dort arbeitete er bis 1930 als Kaplan in der Pfarre St. Martin in Dornbirn-Markt. Danach studierte er in Rom Kirchenrecht und erhielt den p&auml;pstlichen Ehrentitel &bdquo;Monsignore&ldquo;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Zeit in Innsbruck<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ab 1935 baute Monsignore Lampert das kirchliche Gericht in Innsbruck auf. 1936 &uuml;bernahm er zus&auml;tzlich die Leitung der Verlagsanstalt Tyrolia. Im J&auml;nner 1939 wurde Carl Lampert Provikar f&uuml;r die neue Apostolische Administratur Innsbruck-Feldkirch. Dieser Titel machte ihn zum Stellvertreter von Bischof Paulus Rusch. Somit musste er mit den Nationalsozialisten die kirchenpolitischen Anliegen verhandeln. Dies f&uuml;hrte unweigerlich zu Konflikten mit Gauleiter Franz Hofer. Hofer wollte Bischof Rusch nicht anerkennen und stellte sich gegen die Anliegen der Kirche. So kam es zum Beispiel zur Schlie&szlig;ung des Klosters zur Ewigen Anbetung. Die Nonnen wehrten sich dagegen, wof&uuml;r der Gauleiter schlussendlich Carl Lampert verantwortlich machte. 10 Tage musste er deshalb im M&auml;rz 1940 in Haft. Im April brachte man ihn wieder f&uuml;r ein paar Tage ins Polizei-Gef&auml;ngnis von Innsbruck. Der Grund diesmal: ein kritischer Bericht von Radio Vatikan &uuml;ber die Unterdr&uuml;ckung der Kirche in Tirol und Vorarlberg. Nur wenige Zeit sp&auml;ter verhaftete die Gestapo Carl Lampert erneut. Er hatte eine Todesanzeige f&uuml;r Pfarrer Otto Neururer aus G&ouml;tzens ver&ouml;ffentlich. Diesen hatten die Nazis im Konzentrationslager Buchenwald ermordet. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Carl Lampert in Deutschland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 25. August 1940 brachte man Carl Lampert ins Konzentrationslager Dachau. Danach weiter ins Konzentrationslager Sachsenhausen bei Berlin. Am 15. Dezember 1940 kam er wieder zur&uuml;ck nach Dachau, wo man ihn am 2. August 1941 entlie&szlig;. Gauleiter Hofer lie&szlig; Carl Lampert jedoch nicht mehr nach Tirol einreisen. Deshalb blieb er in Deutschland. Er &uuml;bersiedelte nach Pommern und arbeitete als Geistlicher in Stettin, Swinem&uuml;nde und Parchim. In dieser Zeit lernte Carl Lampert einen Ingenieur Georg Hagen kennen. Dieser hie&szlig; eigentlich Franz Pissaritsch und arbeitete als Spitzel f&uuml;r die Gestapo. Er gewann immer mehr das Vertrauen von Carl Lampert. Deshalb durfte er ihn auch zu besonderen Treffen begleiten: Carl Lampert hatte n&auml;mlich &uuml;ber einen Freund Kontakt mit holl&auml;ndischen und polnischen Zwangsarbeitern der Versuchsanstalt Peenem&uuml;nde. Mit diesen traf er sich nach den Gottesdiensten im Heim der Marienschwestern. Dort redeten sie miteinander und h&ouml;rten auch ausl&auml;ndische Radiosender, was verboten war. Gestapo-Spitzel Pissaritsch notierte alles, was dabei gesagt und geh&ouml;rt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verhaftung und Todesurteil<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 4. Februar 1942 verhaftete die Gestapo Carl Lampert. Sie verpr&uuml;gelten ihn schwer und folterten ihn w&auml;hrend seiner Haft in Halle an der Saale.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Reichskriegsgericht in Halle verurteilte Carl Lampert am 20. Dezember 1943 zum Tode. Als Grund nannte man die &bdquo;Zersetzung der Wehrkraft&ldquo; und die &bdquo;Beg&uuml;nstigung des Feindes&ldquo;. Er war Tag und Nacht angekettet und das &uuml;ber Wochen. Am 14. J&auml;nner 1944 kam er ins Milit&auml;rgef&auml;ngnis Fort Zinna in Torgau. Am 24. Juli 1944 erhielt er ein zweites Todesurteil durch das Reichskriegsgericht Torgau. Spionage lautete dieses Mal der Vorwurf. In der Nacht vor der Verk&uuml;ndung des Urteils brachte sich der vorsitzende Senatspr&auml;sident Werner Lueben um. Er wollte diese Todesurteile gegen Lampert und zwei weitere Priester nicht verh&auml;ngen. So kam es zu einer neuerlichen Verhandlung. Sie endete am 8. September 1944 wiederum mit einem Todesurteil. Entscheidend waren dabei die L&uuml;gen des Gestapo-Spitzels Franz Pissaritsch. Er behauptete, dass Lampert Informationen &uuml;ber die in Peenem&uuml;nde produzierten Geheimwaffen beschaffen wollte. Am 13. November 1944 enthauptete man Carl Lampert im Gef&auml;ngnis Halle an der Saale.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/body><\/html>\n","protected":false},"featured_media":242,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_links_to":"","_links_to_target":""},"class_list":["post-245","lebensgeschichte","type-lebensgeschichte","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zeitpunkte.at\/ls\/wp-json\/wp\/v2\/lebensgeschichte\/245","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zeitpunkte.at\/ls\/wp-json\/wp\/v2\/lebensgeschichte"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zeitpunkte.at\/ls\/wp-json\/wp\/v2\/types\/lebensgeschichte"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zeitpunkte.at\/ls\/wp-json\/wp\/v2\/media\/242"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zeitpunkte.at\/ls\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=245"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}