{"id":291,"date":"2023-08-21T13:44:00","date_gmt":"2023-08-21T11:44:00","guid":{"rendered":"https:\/\/zeitpunkte.stadtarchiv-innsbruck.at\/lebensgeschichte\/marian-und-stefan-kudera"},"modified":"2024-01-27T06:51:55","modified_gmt":"2024-01-27T05:51:55","slug":"marian-und-stefan-kudera","status":"publish","type":"lebensgeschichte","link":"https:\/\/www.zeitpunkte.at\/ls\/lebensgeschichte\/marian-und-stefan-kudera","title":{"rendered":"Marian und Stefan Kudera"},"content":{"rendered":"<!DOCTYPE html PUBLIC \"-\/\/W3C\/\/DTD HTML 4.0 Transitional\/\/EN\" \"http:\/\/www.w3.org\/TR\/REC-html40\/loose.dtd\">\n<html><body><div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\"><div class=\"lazyblock-circle-Z1GQrGC wp-block-lazyblock-circle\"><div class=\"circle gold\">\n  f&uuml;r Marian Kudera<\/div><\/div>\n\n<div class=\"lazyblock-circle-Z2gIQcl wp-block-lazyblock-circle\"><div class=\"circle gold\">\n  f&uuml;r Stefan Kudera<\/div><\/div>\n\n\n<p class=\"has-gold-color has-text-color\"><strong>Am 27. J&auml;nner 2024 wurden<br>diese <em>Zeitpunkte<\/em> vor der Adresse <a href=\"https:\/\/zeitpunkte.stadtarchiv-innsbruck.at\/wp-admin\/post.php?post=104&amp;action=edit\">Anichstra&szlig;e 44<\/a> angebracht. Die Initiative daf&uuml;r ging von erinnern:at aus.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><strong>Stefan Kudera<\/strong><br>geboren am 8. September 1916 in &#381;nin\/Dietfurt, Polen<br>gestorben am 19. Juli 1944 im Konzentrationslager Dachau, Deutschland<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Marian Kudera<\/strong><br>geboren am 5. August 1923 in Mys&#322;owice\/Myslowitz, Polen<br>gestorben am 19. Juli 1944 im Konzentrationslager Dachau, Deutschland<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Von Schlesien nach Innsbruck<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Familie Kudera stammte urspr&uuml;nglich aus Polen. Sie lebte in der Stadt Myslowitz in Schlesien in der N&auml;he von Kattowitz. Der Vater Bruno Kudera war Rechtsanwalt. Stefan Kudera wollte Pharmazie studieren und Apotheker werden. So begann er 1935 nach dem Gymnasium sein Studium in Posen. An der dortigen Universit&auml;t bekannte er sich &bdquo;zum polnischen Volkstum&ldquo;. Mit seinen Eltern, seiner Schwester und Bruder Marian ging Stefan Kudera 1941 nach Innsbruck, der Gauhauptstadt von Tirol. Kurz nach dem Umzug starb ihr Vater. Im Oktober 1941 nahm Stefan Kudera sein Studium der Pharmazie in Innsbruck wieder auf. Im Juli 1943 schloss er es mit gutem Erfolg ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verhaftung, Verh&ouml;re und Folter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Marian war um 7 Jahre j&uuml;nger als Stefan. Er wollte Medizin studieren, wof&uuml;r es aber keinen Nachweis gibt. Vielleicht half er nur im Krankenhaus in Innsbruck aus. Die Nazis sahen in ihm einen &bdquo;Volksdeutschen&ldquo;. F&uuml;r sie geh&ouml;rte er also zum deutschen Volk, ohne aber eine deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit zu besitzen. Am 21. Februar 1944 verhaftete die Gestapo Marian Kudera. Der Vorwurf lautete: Marian Kudera w&uuml;rde eine 60 Personen starke polnische Widerstandgruppe anf&uuml;hren. Auch sein Bruder Stefan sollte Teil dieser Gruppe sein, weshalb die Gestapo auch ihn verhaftete. Sogar die Mutter und die Schwester der beiden Br&uuml;der kamen in Haft. Es kam zu vielen Verh&ouml;ren, die mehr einer Folter glichen. Immer wieder konfrontierte man die Familie mit den Vorw&uuml;rfen und setzte massive Gewalt ein. Nach einem solchen Verh&ouml;r war Marian Kudera nicht mehr gehf&auml;hig. Sein ganzer K&ouml;rper war blutunterlaufen. Diese Folter endete erst, als Marian gestand. Auch Stefan Kudera war der brutalen Gewalt der Gestapo ausgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hinrichtung im Konzentrationslager<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da sich die Vorw&uuml;rfe f&uuml;r die Gestapo nun best&auml;tigt hatten, beantragte Gestapo-Chef Max Nedwed in Berlin eine &bdquo;Sonderbehandlung&ldquo;. Dies bedeutete bei den Nazis nichts anderes als Mord: Am 28. April 1944 brachte man die Br&uuml;der Kudera ins Konzentrationslager Dachau. Dort erh&auml;ngte man sie am 19. Juli 1944.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/body><\/html>\n","protected":false},"featured_media":266,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_links_to":"","_links_to_target":""},"class_list":["post-291","lebensgeschichte","type-lebensgeschichte","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zeitpunkte.at\/ls\/wp-json\/wp\/v2\/lebensgeschichte\/291","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zeitpunkte.at\/ls\/wp-json\/wp\/v2\/lebensgeschichte"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zeitpunkte.at\/ls\/wp-json\/wp\/v2\/types\/lebensgeschichte"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zeitpunkte.at\/ls\/wp-json\/wp\/v2\/media\/266"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zeitpunkte.at\/ls\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=291"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}